Mit dem September erreicht uns der Erntemonat schlechthin. Während die lateinische Bezeichnung „Septem“ (die Sieben) auf seinen ursprünglichen Platz im alten Römischen Kalender hinweist, besaßen unsere Ahnen ein tiefes Verständnis für die natürlichen Zyklen. Sie nannten diesen Monat „Scheiding“ – die Zeit des Scheidens, Trennens und Dahinscheidens der warmen Jahreshälfte.
Mit dem Beginn des Altweibersommers setzt im Außen eine magische und friedvolle Zeit ein. Verblassende Sommerblumen erinnern uns sanft an die Flüchtigkeit des Daseins, während in Wiesen und Wäldern die Natur das Gleichgewicht wiederherstellt und sich auf ihre lange Ruhephase vorbereitet. Doch in diesem Jahr 2026 könnte die äußere Wahrnehmung der Natur nicht weiter von der energetischen Fülle entfernt sein, die uns in der zweiten Septemberhälfte erwartet. Während es draußen ruhiger werden darf, webt das Universum im Hintergrund ein hochtransformatives Gefüge aus Wahrheit, Strukturwandel und geistiger Schärfe.
Zwischen Vorwärtsdrang und Gefühlswelt (1. bis 8. September)
Schon in den ersten Septembertagen treffen zwei völlig unterschiedliche Strömungen aufeinander, die wir auch im Alltag deutlich spüren.
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1. September, Jupiter Trigon Saturn, Mars Quadrat Saturn, Merkur Sextil Mars): Auf der einen Seite spüren wir eine enorme Zuversicht. Wir wollen wachsen, uns zeigen, Visionen Raum geben und etwas Solides für die Zukunft bauen. Doch zeitgleich schlägt eine Welle emotionaler Unsicherheit hinein. Wenn Gefühle von Frustration, Schutzbedürfnis oder alten Verletzungen hochkochen, fühlt sich das an, als würden wir simultan auf das Gaspedal treten und die Handbremse anziehen. Unser Verstand bringt die rettende Klarheit. Er hilft uns, das emotional Aufgewühlte in verständliche Worte zu fassen und sachlich zu zerlegen. Wir müssen nicht gegen Wände rennen; ein klarer, pragmatischer Blick reicht aus, um realistisch zu planen.
Ab dem 9. September unterstützt uns die Energie des Weißen Magiers des Maya-Kalenders. Die 2. Welle des neuen Zyklus erinnert uns daran, dass wahre Stärke nicht durch äußeren Kampf oder erzwungenes Wollen entsteht, sondern durch die friedliche, wache Präsenz im eigenen Herzen.
Tiefgang und Scheinmanöver in der Monatsmitte (10. bis 17. September)
Um den 10. September verändert sich die Grundstimmung spürbar. Wer nach Oberflächlichkeit sucht, wird sie jetzt nicht mehr finden. Unser Wunsch nach Harmonie trifft auf das Bedürfnis nach radikaler Wahrheit. In Beziehungen und Projekten spüren wir genau, wo noch Fassaden aufrechterhalten werden. Gewohnte Denkmuster geraten ins Wanken. Der Neumond in der Jungfrau am 11. September wirkt wie ein klärendes Sieb. Er lädt uns ein, im Kopf aufzuräumen und den Alltag sanft neu zu strukturieren.
Vom 12. bis 15. September wird es besonders spannend. Eine Seite unseres Verstandes erlangt messerscharfe Durchdringung (Merkur Trigon Pluto) – wir durchschauen verdeckte Spielchen im Handumdrehen. Zeitgleich erzeugt eine Nebelkerze (Merkur Opposition Neptun) jedoch den Hang zu Wunschdenken oder Missverständnissen. Die Wahrheit ist greifbar nah, aber manchmal elegant getarnt. Wer kühlen Kopf bewahrt und auf sein Bauchgefühl hört, erkennt den Unterschied.
Am 15. September entlädt sich diese Dynamik an einem tiefwirkenden Portaltag und einem Venus-Quadrat zu Pluto. Verlustängste, Machtprozesse oder finanzielle Verstrickungen können kurz brennen. Doch dieses Feuer dient nur dazu, Altes wegzubrennen und den Weg für echte seelische Freiheit freizumachen.
Die große Wende (18. bis 30. September)
Ab dem 18. September ist die Zeit des Verhandelns vorbei. Wir treten in die traditionsreichen Schwendtage (21. bis 28. September) ein – Tage, in denen Unbrauchbares ganz natürlich vom Leben „ausgeschwendet“ (losgelassen) wird.
Am 22. September eröffnet sich mit der Welle von Manik (Der Blauen Hand) ein neues kraftvolles Maya-Feld. Nach all dem Durchschauen und Erkennen der ersten Monatszusammenhänge geht es nun ums konkrete Handeln, Anpacken und Heilen. Die Kraft der Hand fordert uns auf, nicht mehr nur zu reden oder zu grübeln, sondern Nägel mit Köpfen zu machen. Was muss repariert werden? Wo braucht es eine heilende Berührung, ein klärendes Gespräch oder das tatkräftige Zupacken, um eine Sache wirklich zum Abschluss zu bringen?
Tagundnachtgleiche & Das kollektive Finale (23. bis 26. September)
Am 23. September bringt die Herbst-Tagundnachtgleiche Licht und Dunkelheit für einen kurzen Moment in absolute Balance. Es ist der Wendepunkt des von der lichten, in die dunkle Jahreshälfte.
Am 26. September bündelt sich die Transformationsenergie des gesamten Monats:
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Auflösung von Illusionen (Sonne Opposition Neptun): Ego-Spiele und Masken brechen vollends zusammen.
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Unerfütterliche Stärke (Sonne Trigon Pluto): In der Tiefe unseres Wesens verankert sich eine unumstößliche Macht und Würde.
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Der feurige Vollmond im Widder: Das Licht entlädt sich in einem klärenden Befreiungsschlag. Der Vollmond fordert uns auf, kompromisslos und mutig für das eigene Leben einzustehen. Die Täuschungen sind entlarvt, die Wunden durch tatkräftiges Handeln versorgt – nun zählt dein ehrliches Ja zu dir selbst.
Dieser September bringt uns Schritt für Schritt zum Ende des Sommers und zum Ende alter Kapitel. Ende des Monats (28. bis 30. September) wandelt sich der Frust des Anfangs in stolze, königliche Tatkraft (Mars im Löwen) und messerscharfe, unbestechliche Intuition (Merkur im Skorpion).
Lass die Kräfte weben. Fürchte dich nicht vor dem Scheiden alter Zustände. Packe an, wo Heilung gebraucht wird, bleibe ehrlich mit dir selbst und erlaube dir, in die große Ganzheit deines Lebens einzutreten.
Herzlichst,
Deine Evi
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